Die kleinen Sorgen eines Flüchtlings in Sumte ;-)

Eine kleine Episode über das Leben unseren Flüchtlingen in Sumte. Im Nachhinein recht lustig.

Einige Flüchtlinge wollten sich auf einem kleinen gekauften Grill Fleisch zubereiten, was sie bei Penny gekauft hatten. Nun haben sie die Heimleitung vorher gefragt, ob sie das dürfen und wo.

Ihnen wurde erklärt, dass dieses im Freien am Transformator möglich wäre. Also gesagt und getan und ab in die Nähe des Transformators etwas Holz gesammelt und den Ofen angeheizt. Hier begann nun das Problem der Kommunikation, die Betreuer im Heim meinten den kleinen Transformator auf dem Gelände und unsere Flüchtlinge dachten, der große Transformator im Dorf wäre gemeint, er liegt etwas außerhalb an einem Wäldchen und Wiesen. Nun haben die Jungs zwei Stunden versucht ihren Ofen in anzuheizen und ihr gekauftes Fleisch zu grillen, was mit nassem Holz nicht so wirklich klappt.

Als ich bemerkte, was da los ist, ich vermutete ja ein offenes Lagerfeuer bei dem Qualm, und bevor jemand die Feuerwehr alarmiert, ich also ab ins Heim eine Übersetzerin geholt und zu den Jungs mit ihrem Fleisch vom Penny. Die Jungs haben uns dann erklärt das man ihnen doch gesagt hätte, sie sollen genau hier grillen und sie hätten doch nichts falsch gemacht. Nach ein paar netten Worten hatten sie verstanden, dass da etwas schiefgelaufen ist und sich mehrfach entschuldig, also Feuer aus und alles war gut. Sie waren etwas enttäuscht das sie nun zwei Stunden versucht hatten ihr Feuer vergeblich ingang zu bekommen und noch nicht ein Happen Fleisch im Magen hatten.

Also, habe ich ihnen angeboten ich bringe ihnen etwas trockenes Holz und Feueranzünder damit könnten sie dann ihr Fleisch an dem dafür vorgesehenen Platz grillen. Es gab in dem ganzen Gespräch, kein einziges böses Wort sie waren sehr einsichtig und haben sich mehrfach entschuldigt. Die Jungs hatten an alles gedacht, Wasser dabei einen festen Grill und eine Mülltüte für die Reste. Sie haben den Platz sofort aufgeräumt und ihn sauber verlassen ohne das ihnen das einer sagen musste. Als ich ihnen dann das trockene Holz gebracht habe, strahlten sie wie kleine Kinder. Das Heim wird ihnen jetzt einen Platz zum Grillen auf dem Gelände zuweisen, sodass solche ein Missverständnis nicht mehr vorkommen können.