Die Probleme in Sumte

Was ist passiert? In den letzten Wochen habe ich viel Zuspruch und Lob für mein Engagement für ein Zusammenleben in Sumte mit den Flüchtlingen erhalten. Dieses hat mich positiv überrascht, dabei tue ich nur das was ich persönlich für einen vernünftigen und menschlichen Weg in Sumte halte. Dabei möchte ich nochmals wie schon in der ersten Veranstaltung in Neuhaus klar äußern, ich bin kein Befürworter einer solch großen Einrichtung in einem kleinen Ort wie Sumte, ich bin nach wie vor der Meinung, 200 bis 300 Flüchtlinge in Sumte zu betreuen wäre machbar, diesen hat sich in den letzten 3 Wochen auch bestätigt. Mein Blog soll hierbei ein realistisches Bild vom Zusammenleben der Sumter mit dem Flüchtlingen zeichnen und auch auftretende Probleme ansprechen! Ich stelle mich und viele andere aus dem Dorf den derzeitigen Problemen so gut wir können und versuche im Dialog mit allen nach Lösungen zu suchen. Es handelt sich schließlich um Menschen, die um Hilfe bitten. Jetzt sind es über 600 Flüchtlinge in Sumte und es tauchen jetzt mit dieser Vielzahl an Menschen auch Probleme auf, einmal im Zusammenleben mit den Flüchtlingen aber auch mit extremen Kritikern aus den Nachbarortschaften.

Welches sind die Probleme?

Zum einen wird mir von einigen Mitmenschen aus Nachbarorten in Mecklenburg-Vorpommern, meine Hilfsbereitschaft und Aktivitäten zum Vorwurf gemacht, dieses geht soweit das man mir und meiner Familie gegenüber ganz klare Drohungen ausspricht. Man fühlt sich in diesen Tagen so sicher, dass man seine Identität nicht einmal verheimlicht und mit seinen Forderungen und Drohungen ganz offen auf mich zugeht „wenn ich meine Öffentlichkeitsarbeit und mein Engagement für die Flüchtlingsunterkunft in Sumte nicht unterlasse wird die betreffende Person und seine Freunde aus … mal gerne meinen Laden auffrischen. Darauf kann ich nur antworten ich lasse mich nicht bedrohen oder einschüchtern und werden meinen eingeschlagenen Weg weitergehen! Wer mit mir auf eine sachliche Art und Weise diskutieren möchte, ist in meinem Haus herzlich willkommen und sollten seine Argumente überzeugend sein bin ich auch gerne bereit meinen Kurs zu ändern.

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Weitere Probleme entstehen jetzt bei über 600 Flüchtlingen allerdings auch mit diesen. Es begann vor einigen Tagen mit einem kleinen Müllproblem, hier wurden sich Ecken im Dorf gesucht, an denen immer ein kleiner Stopp vom Rückweg aus Neuhaus eingelegt wird, um den gekauften Wein und Wodka zu verzehren, dieser darf nämlich nicht mit in der Unterkunft verzehrt werden. Durch die täglichen Stopps an diesem Ort hat sich schon etwas Müll angesammelt, dazu kommt, dass die älteren Menschen die direkt neben diesem Treffpunkt wohnen etwas Angst haben, wenn diese Menschen jeden Abend neben ihrer Haustür Alkohol verzehren.  Für dieses Problem haben wir mit dem ASB und Flüchtlingen eine Lösung gefunden. Wir werden gemeinsam mit den Flüchtlingen in einer oder auch wiederholten Aktionen Müll im Ort sammeln, um die Flüchtlinge zu dieser Problematik zu sensibilisieren.

Mit dem gestrigen Abend sind allerdings weitere Probleme in Sumte aufgetaucht, zu einen, ist es nach 22:00 extrem Laut im Ort es hat die Stimmung eines Ja Marktes, es wird ausgelassen gelacht und gefeiert auf dem Gelände, so das ich der innerhalb des Ortes wohnt es in über 300 m Entfernung laut und deutlich verstehen kann und es stört! Es gibt Menschen in unserem Ort die morgens um 2:00 Uhr aufstehen müssen und so nicht zu ihrer Nachtruhe kommen. Ein weiteres Problem ist, das gestern der Müll über Privatgrundstücke verteilt wurde und die Bushaltestelle zum Urinal umfunktioniert, wurde. Ich habe mich persönlich davon überzeugt. Sicherlich gibt es diese Probleme auch mit unseren deutschen Jugendlichen, allerdings nicht bei uns im Ort! Für dieses Problem habe ich noch keine Lösung, werde allerdings, versuchen im Gespräch mit dem ASB daran zu arbeiten. Die Menschen sind bei uns Gast das sie durch einen unmenschlichen Krieg um Hilfe bitten, vielen dieser Menschen, ist klar das es in Deutschland Regeln gibt und wissen sich auch gut zu benehmen, sind freundlich und aufgeschlossen! Einzelne haben allerdings anschienet keine Erziehung genossen und wissen nicht, wie man auf Gastfreundschaft Rehagieren sollte. Diesen Menschen muss klar Grenzen und Regeln aufzeigen damit die andren nicht darunter Leiden oder die Hilfsbereitschaft Schaden nimmt. Hier ist unser Staat gefordert.

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Ich werde weiterhin versuchen mit meiner Person einen menschlichen Weg zu suchen, denn weder der Weg alles ist toll und alle Flüchtlinge sind wundervolle Menschen, noch der Weg Flüchtlinge sind alles Verbrecher Terroristen und dürfen nicht in unser Land ist aus meiner Sicht der richtige. Wir sollten lernen zu differenzieren und nach Lösungen zu suche. Wer sich an unserer Gesellschaft beteiligen möchte und gewillt ist seinen Beitrag zu leisten, sich an unsere Regeln hält und benimmt dem sollten wir helfen.

Den anderen, sollten wir helfen unser Leben und unsere Regeln zu verstehen, wenn nötig auch mehrfach, wer es nicht versteht oder nicht gewillt ist, der sollte dann auch nicht mehr unser Gast sein und dem sollte auch verwehrt bleiben ein Mitglied dieser Gesellschaft zu werden. Es heißt ja Gastfreundschaft und dieses Wort besteht aus Gast und Freund wer unser Gast ist, sollte sich auch verhalten wie ein Freund!