In Sumte tut sich was.

Erstes Treffen im Flüchtlingslager Sumte

Wir waren gestern mit einigen (ca 20 Personen) aus dem Dorf in der Flüchtlingseinrichtung von Herrn Meier ASB eingeladen, eigentlich war vorgesehen uns die Fortschritte in der Einrichtung anzuschauen, das haben wir dann allerdings nicht geschafft. Das Treffen begann mit einer Gesprächsrunde im alten Konferenzraum des ehemaligen AIS, diese Gesprächsrunde dehnte sich dann, soweit aus das es zu keiner Besichtigung mehr kam. War allerdings nicht so wild, da diese Gesprächsrunde für uns wichtiger war als eine Besichtigung des Gebäudes, was ja eh jedem Sumter bekannt ist.

Wir waren eine bunt gemischte Gruppe von Sumtern kritische und nicht so kritische, welche die bei der Bürgerversammlung in Neuhaus dabei waren und welche die das erste Mal Berührung mit Herrn Meier hatten.
Es war eine konstruktive, kritische und informative Veranstaltung für uns und ich denke auch für Herrn Meier und seiner Kollegin. Herr Meier hat uns ausführlich über den Stand der Dinge informiert.

1. Die Einrichtung hat nach seiner Prüfung eine Kapazität von 1000 Flüchtlingen, was die Räumlichkeiten betrifft, allerdings im Moment können nicht mehr als 400 Flüchtlinge untergebracht werden. Größtes Hindernis ist das Abwassernetz und dann gibt es noch weitere kleinere Gründe wie zum Beispiel ist der Brandschutz noch nicht abgenommen. Hier wird es eine Überprüfung der DEKRA geben. Nach erster Betrachtung von Herrn Meier ist hier auch noch viel Arbeit.

2. Das schon ca 30 Mitarbeiter eingestellt worden sind und das sher großes Interesse auch von Fachkräften besteht in Sumte zu arbeiten. Dieses hat Herrn Meier überrascht, da er bei anderen Einrichtung große Schwierigkeiten hatte das Personal zu finden vor allem Medizinisches.

3. Wir wurden über das Sicherheitskonzept der Einrichtung informiert und wie man bei Problemen vorgeht.

4. Wie einem Lagerkoller vorgebeugt wird.

5. Eine Ärztin hat uns die medizinische Versorgung erläutert. Hier gab es doch einiges Interessantes für uns. Es wird eine komplette Krankenstation eingerichtet mit einer Arztpraxis. Es sind schon drei ausgebildete Krankenschwestern eingestellt worden und es gibt wohl auch schon Ärzte.

6. Wenn der Krankenwagen stationiert wird, wird dieser nicht nur für die Versorgung der Flüchtlinge eingesetzt, sondern auch für die Ortschaften in der Nähe der Einrichtung.

7. Sollte es einen ärztlichen Notfall im Dorf geben, kann die Krankenstation auch von uns in Anspruch genommen werden.
8. Herr Meier hat jedem Anwesenden seine Kontaktdaten für Fragen oder Probleme gegeben.

Ich kann hier nicht alles Aufzählen, was gestern an Informationen geflossen ist, sollte ein Sumter hier noch was für wichtig halten dann kann er es ja ergänzen.

Nach den Ausführungen von Herrn Meier und seiner Kollegen wurden viele Fragen mit Geduld und Sorgfalt beantwortet, soweit dieses möglich war.

Es konnten in diesem Gespräch nach wie vor nicht alle Sorgen, Ängste und Bedenken zerstreut werden, ich denke, was auch verständlich ist.

Wir haben Herrn Meier nochmals klar zum Ausdruck gebracht das die Sumter helfen werden eine menschliche und vernünftige Atmosphäre für alle Beteiligten zu schaffen.

Wir haben auch zum Ausdruck gebracht, dass wir in Sumte und dem Amt Neuhaus aus den gesamten geschichtlichen Ereignissen der letzten Jahrzehnte ein besonderer Flecken Erde sind und man die Einrichtung hier nicht mit Einrichtungen in den alten Bundesländern vergleichen kann.

Das er und sein Team sich unser Vertrauen erst erarbeiten muss und es nicht mit tollen Reden geschenkt bekommt, sondern mit seinem Handeln. Das Vertrauen die Basis für das Gelingen dieses Vorhaben ist.

Unser Eindruck von diesem Abend war, dass wir einen sehr großen Schritt aufeinander zugegangen sind, das es allerdings noch viel Arbeit und Anstrengungen von beiden Seiten braucht.

Ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen, dann bitte durch Sumter nachtragen!